2017-11-23

Cranach-Luther

 Mehr dazu >>> Cranach Digital Archive !!!

Werkstatt, Malerei, Porträt, Druckgraphik, Holzschnitt, Reformation, Wittenberg, Familie Cranach,
das ungleiche Paar, Vater und Sohn, Verkünder des Bildes und Verkünder des Wortes.

2017-10-24

Architektur der Zukunft / Gegenwart / Vergangenheit - Beispiele

10 buildings showing the future of architecture

>>> by Marc Kushner 

Buchtipp: The Future of Architecture in 100 Buildings
Marc Kushner is a practicing architect who splits his time between designing buildings at Hollwich Kushner, the architecture firm he co-founded, and amassing the world’s architecture on the website he runs, Architizer.com. Both have the same mission: to reconnect the public with architecture.


Why the future of architecture will be shaped by.... you (> TED Talk)

Kunsthaus Graz 

Architekturwettbewerb am Beispiel der Kunsthalle GRAZ -> Kunst 1

2017-10-23

Siebdruck


Utensilien für den Siebdruck 

Infos über Siebdruck im Band >>> KUNST 1 S. 86/87 innerhalb des Kapitels DRUCKGRAFIK

  • Siebdrucksieb
  • Rakel
  • Textilfarbe für Siebdruck
  • Din-A4-Papier oder bedruckbare Folie
  • Cutter
  • Schneideunterlage
  • Klebeband
  • Schwamm
  • zu bedruckendes Gewebe, also T-Shirt, Jutetasche, Strumpfhose, Vorhang oder Ähnliches

>>> Theorie: Kunst 1 / Druckgrafische Techniken

2017-10-22

Pieter Brueghel - Die Blinden - Bildbeschreibung

Der Blindensturz ist ein Gemälde des niederländischen Malers Pieter Bruegel des Älteren.
Das 154 cm × 86 cm große Tempera-Gemälde auf Leinwand entstand 1568.
Es ist heute im Museo di Capodimonte in Neapel zu besichtigen.
Mehrere Kopien dieses Bildes sind bekannt, ein 118 cm × 168 cm großes Ölgemälde auf Holz befindet sich im Louvre in Paris.
Das Gemälde beruht auf der Parabel des Blindensturzes aus der Bibel. Im Matthäus-Evangelium sagt Jesus im 15. Kapitel über die Pharisäer: „Lasst sie, sie sind blinde Blindenführer. Wenn aber ein Blinder den anderen führt, so fallen sie beide in die Grube.<<< Quelle: Wikipedia
Pieter Brueghels “Der Blindensturz”, entstanden 1568

Bildbeschreibung aus dem Blog "100 Meisterwerke" - Bilder für die Blinden 
Das Gemälde ist in Braun- und Blaugrautönen gehalten. Es zeigt eine Gruppe sechs wahrscheinlich blinder Männer, die im Gänsemarsch fast diagonal von links oben nach rechts unten das Bild durchqueren und dabei auf abschüssigem Gelände einer nach dem anderen ins Stolpern geraten. 
Die Szene spielt sich auf einer in hellen Brauntönen gehaltenen Dorfwiese ab. Links oben, hinter den letzten beiden Männern, sieht man zwischen einigen dürren Bäumen die braunen Dächer zweier Häuser. Auf der rechten Bildseite ist ein von Bäumen gesäumtes Gewässer zu sehen. Möglicherweise ist es ein Bach. 
Den Hintergrund bilden ein überwiegend grün bewachsener Hügel und, neben einigen weiteren Bäumen, eine in blaugrau dargestellte Dorfkirche. Die Wiese endet vorn links im Bild an einem Abbruch, der weißen Boden erkennen lässt. 
Die Männer tragen typisch mittelalterliche Kleidung in vorwiegend Grau- und blassen Blautönen: Bundhosen mit weißen Strümpfen und schwarzen Schuhen, darüber eine lange Jacke, die von einem Gürtel zusammengehalten wird. Die beiden Männer in der Mitte haben jeweils eine Ledertasche am Gürtel befestigt. Über die Jacken haben alle Männer weite, am Hals gebundene und vorn offene Umhänge um die Schultern geworfen. Jeder von ihnen trägt eine Kopfbedeckung: einen Hut, eine Kappe oder eine Haube, manche auch beides. Die Kleidung lässt vermuten, dass es Herbst oder Winter ist. 
Die Blinden sind wie an einer Kette aufgereiht unterwegs: Jeder zweite Mann hat einen langen, hölzernen Stab in der Hand. Jeder hat die Schulter des Vorangehenden oder dessen nach hinten gereichten Blindenstab erfasst, den Kopf mit den blinden Augen emporgehoben – während wohl jeder Sehende den Blick auf den unebenen Boden gerichtet hätte. 
Der vorderste der Männer ist bereits gestürzt. Er liegt mit dem Rücken in dem Gewässer am rechten Bildrand, die angewinkelten Beine dem/r BetrachterIn entgegengestreckt und die Arme hilflos emporgehoben. Mit der rechten Hand umklammert er den Holzstab. Die Finger seiner linken Hand sind durch das Bildende abgeschnitten. Rechts neben ihm liegt halb im Wasser eine braune Tasche. 

Der zweite in der Reihe wurde von dem Gestürzten mitgerissen und ist im Moment des Fallens dargestellt. Sein Körper ist bereits um ca. 45 Grad nach vorn (im Bild nach rechts) gekippt, er hat den Kopf der Betrachterin zugewandt – der Schrecken ist ihm ins Gesicht geschrieben. Der Mund ist weit aufgerissen. Bei genauer Betrachtung könnte man bei ihm eine Ursache seiner Blindheit feststellen. Ihm wurden offensichtlich die Augen ausgestochen. 
Nach einer kleinen Lücke folgt der dritte Mann auf den zweiten. Er befindet sich in der vorderen Bildmitte. Mit seiner nach vorn gestreckten linken Hand hält er den Stock seines Vordermanns fest. Dadurch kommt er ebenfalls ins Stolpern. Er ist bereits ein wenig nach vorn (im Bild nach rechts) geneigt. Sein Gesicht zeigt die Verwunderung über das Geschehen vor ihm, das er wohl nur erahnen kann. In der linken Hand hält er seinen hellen, breitkrempigen Hut. 
An ihren Gesichtsausdrücken ist zu erkennen, dass die drei anderen (in der linken Bildhälfte) noch nicht ahnen, was ihnen bevorsteht. Sie tappen im Gänsemarsch hinterher. Dabei hält sich die vierte und fünfte Person jeweils mit der linken Hand an der rechten Schulter des Vordermanns fest. Den fünften und sechsten Mann verbindet ein Stock, den beide in der rechten Hand halten. Der Letzte hält zusätzlich noch einen weiteren Stock, senkrecht als Gehhilfe, in seiner linken Hand. 
Die Einzelbilder der sechs Gestalten könnten auch die Bewegung eines einzelnen Stolpernden in verschiedenen Phasen zeigen, der von links nach rechts, mit zunehmender Neigung durch das Bild kippt und schließlich zum Liegen kommt.




Sturz in die Grube / Blindensturz (Quelle: Der Spiegel)
Seine Fähigkeit, Diagnosen zu stellen, hat ein französischer Medizinstudent kürzlich auf eine Art nachzuweisen versucht, die in der Geschichte der medizinischen Fakultät an der Pariser Sorbonne ohne Vorbild ist. Der 26jährige Doktorand Tony-Michel Torrilhon diagnostizierte Krankheiten nicht an vorgeführten Personen, sondern an Figuren auf Bildern, die vor vierhundert Jahren gemalt worden sind: auf Bildern des flämischen Malers Peter Bruegel des Älteren.Vor allem an Bruegels Gemälde "Die Blinden" - es entstand im selben Jahr wie "Die Krüppel" - hat Torrilhon Bruegels Scharfblick für medizinische Details und seine eigene Diagnosten-Fähigkeit nachgewiesen. 
"Die Blinden" sind eine Illustration des Bibel-Gleichnisses: "Wenn aber ein Blinder den anderen leitet, so fallen sie beide in die Grube." (Matthäus-Evangelium,15.Kapitel) 
Im Gegensatz zu anderen Darstellungen, die dem Bibeltext folgten, veränderte Bruegel das Motiv: Bei ihm sind nicht zwei, sondern sechs Blinde dargestellt, die das Bild in diagonaler Anordnung durchqueren.
Bruegels Zug der Blinden folgt einem abschüssigen Damm. Der vorderste Blinde verfehlt eine Biegung, die der Damm entlang einem Rinnsal macht, und stürzt in den Graben. Sein Sturz zieht die anderen, die sich gegenseitig aneinander oder an Stangen halten, ebenfalls dem Abgrund zu. Der zweite Blinde stolpert seinem Vordermann bereits nach, die beiden mittleren Figuren zeigen Unsicherheit; die Schlußgruppe dagegen hat von der Katastrophe noch nichts bemerkt.
Bruegel erhöhte die Wirkung seiner Parabel von den Blinden durch den Kontrast zwischen der idyllischen Landschaft, die er als Kulisse wählte, und der Tragödie, die sich im Vordergrund abspielt: Bruegels Blinde gelten als Symbol für das Menschen-Schicksal.
Die symbolische Bedeutung des Bildes hat die Kritiker seit langem gefesselt, ebenso interessierte sie Bruegels Kunst, das Drama der Blinden im Spiegel ihrer Gesichter darzustellen. So bemerkte der Bruegel-Kenner Axel Romdahl in den "unheimlich individualisierten, wunderbaren Köpfen" der Bruegelschen Blinden "eine abgestufte Steigerung der Angst". Der Kunsthistoriker Dvorak rühmte Bruegels Kunst, die Angst und die Unruhe der Blinden durch die Maske ihrer Ausdruckslosigkeit "noch schauerlicher und ergreifender" hindurchscheinen zu lassen.

2017-10-19

Wahlpflichtfach

1. Malerei 
Vom Impressionismus bis zur Postmoderne – Eine Recherche des Ursprungs
2. Funktionen des Designs 
Alltagsgegenstände und ihre Ästhetik
3. Architektur
Zeitgenössische Bauwerke und ihre historischen Bezüge
4. Plastik 
Körperplastik und Körperschmuck in der Geschichte und in der Gegenwart
5. Grafik 
Die Funktion der Zeichnung – Von der Skizze zum Entwurf
6. Film
Betrachtungen der Filmklassiker und der österreichische Film
7. Fotografie 
Von den Anfängen bis zu den konzeptuellen Tendenzen in den 1960er Jahren
8. Bildanalyse 
anhand berühmter Gemälde Farbe, Raum und Perspektive
9. Werkbetrachtung vor dem Original
Museum als Ort der interaktiven Kunstvermittlung
10. Neue Medien und das Internet 
Installation und künstlerische Interventionen im Weltnetz – Soziale Netzwerke

2017-10-18

Giotto

Giotto di Bondone (* 1267 oder 1276 in Vespignano bei Florenz; † 8. Januar 1337 in Florenz),
auch bekannt als Giotto, war ein italienischer Maler.
Er gilt als der entscheidende Wegbereiter der italienischen Renaissance (Rinascimento).
QUELLE: Wikipedia




BIOGrafie
Durch Quellen ist belegt, dass Giotto als Sohn des Schmiedes Bondone in Florenz aufgewachsen ist. Die meisten Experten sind der Ansicht, dass Giotto sein tatsächlicher Name war. Andere meinen, dies sei eine Kurzform von Ambrogio (Ambrogiotto) oder Angelo (Angiolotto).

Sein Leben bezeugen die um 1450 geschriebenen Commentarii (Künstlergeschichten) Lorenzo Ghibertis, die von Giorgio Vasari Mitte des 16. Jahrhunderts bearbeitet wurden und so allgemeine Bekanntheit erlangten. Dort wird berichtet, Giotto sei als armer Junge in Vespignanoim Mugello (in der Nähe von Florenz) aufgewachsen und sei von dem Maler Cimabue beim Zeichnen seiner Schafe auf einem Stein entdeckt worden, während er sie hütete. Dabei habe er so naturgetreu gezeichnet, dass darüber selbst erfahrene Künstler staunten. Diesen Berichten liegt die Idee der Renaissance zugrunde, wonach künstlerische Genies bereits als solche geboren werden.

Wahrscheinlich trat Giotto als Lehrling in Cimabues Werkstatt ein. Bald erhielt er Aufträge nicht nur aus Florenz. Papst Benedikt XII. holte ihn nach Rom, wo er zehn Jahre lang tätig war; auch König Robert von Neapel nahm ihn in seine Dienste. Er wurde schließlich als Architekt und Bildhauer berühmt, war als Schöngeist und Dichter bekannt. Der Schriftsteller Cennino Cennini bewunderte ihn als Überwinder der "maniera greca/byzantina" und pries seine technischen Fertigkeiten. Die Anerkennung seiner Zeitgenossen drückte sich auch in materiellem Erfolg aus: Giotto zählte zu den Honoratioren, er besaß Immobilien in Florenz und in Rom. Campanile (Glockenturm) in Florenz Nach 1320 kehrte er nach Florenz zurück, wo er in der Folge eine wirtschaftlich blühende Werkstatt unterhielt. 1334 wurde er leitender Baumeister am Dom von Florenz. Dessen Campanile trägt seinen Namen, obwohl seine Nachfolger (die Fertigstellung erlebte er selbst nicht mehr) von seinen Plänen erheblich abwichen. Giotto starb 1337 während der Arbeiten an einem Jüngsten Gericht in der Bargello-Kapelle in Florenz.

Eine Künstleranekdote besagt über Giotto, dass dieser eines Tages auf ein Kunstwerk seines Meisters Cimabue eine kleine Fliege malte, die so täuschend echt aussah, dass Cimabue mehrmals versuchte, sie fortzuscheuchen, ehe er die Illusion erkannte. Cimabue soll daraufhin der Ansicht gewesen sein, dass Giotto ihn übertroffen habe. Die Fliege wurde zu einem Symbol künstlerischen Fortschritts. 

Giottos gesamtes Werk behandelt religiöse Themen. Er gilt als „der eigentliche Begründer der italienischen Malerei“, speziell der toskanischen Freskomalerei. „Sowohl in der Technik (er bediente sich dabei der Feigenmilch und des Eigelbs) als auch in der Farbengebung trat er als Neuerer auf; er verlieh den Farben Helligkeit und Klarheit ...“ (so Meyers Konversationslexikon von 1888). Als bedeutendste Aspekte seines Schaffens gelten jedoch die hohe Natürlichkeit und Lebhaftigkeit seiner Figuren, ebenso wie die Vorbereitung der Perspektive.

Giotto überwand er die ikonographischen Normen der byzantinischen Malerei, die seit Generationen die Maler des Abendlandes beeinflusst hatte. Er leitete die Entwicklung ein, die schließlich zu dem für die nachgotische Kunst in Italien (Rinascimento) typischen Realismus führte. „Giotto nun war es, der sich auf das Gegenwärtige und Wirkliche hin ausrichtete... das Weltliche gewinnt Platz und Ausbreitung, wie denn auch Giotto im Sinne seiner Zeit dem Burlesken neben dem Pathetischen eine Stelle einräumte“ (Hegel).

Außerdem: Video / Filmklassiker "Brother Sun and Sister Moon" by Franco Zeffirelli; Assisi, Mittelalter, Kleidung, Arm-Reich; Kirche-Staat, Geschichte